Wenn jeder Bissen lebendig wird
Unsere 5 Sinne – sehen, hören, riechen, schmecken und tasten – unser ganzes Leben ist hierauf aufgebaut und begleitet uns in jeder Sekunde. Der Anblick eines schönen Gemäldes kann uns ebenso sprachlos machen, wie der erste Bissen von einem köstlichen Mahl.
Es heißt der Mensch fühlt am tiefsten, wenn all seine Sinne angesprochen werden. Was für ein Zufall, dass Sie genau jetzt in diesem Moment diese Zeilen lesen. Ein Urlaub im Salzkammergut ist ein sinnverwöhnendes Erlebnis für Jedermann und zu jeder Zeit.
(c) Geiger Alm
Wenn der Herbst dem Winter weicht, wir schön langsam begreifen, dass die Turnschuhe langsam den Winterstiefeln weichen müssen und die Nebelschwaden morgens zäh im Tal hängen, dann beginnt die für uns schönste Jahreszeit.
Wir im Team haben uns die Frage gestellt: ja wie schmeckt das Salzkammergut eigentlich (weil wir selbst nahezu andauernd essen bzw. gutes Essen lieben)? Welche Gerüche und Geschmäcker verbinden wir mit unserer Heimat.
Die Speisekarten in den Restaurants starten damit, den Kürbis in ihre Gerichte einzubauen. Entweder als Suppe, als Püree oder als exklusives Tüpfelchen am Tellerrand. Der Kürbis ist vielseitig und ich kann mich erinnern, meine Mama wollte mir das früher sogar im Kuchen unterjubeln (was ich natürlich damals verweigerte).
Neben dem Kürbis kommt aber auch das Lieblingsgemüse unseres Podcast-Gastes Christoph „Krauli“ Held zum Einsatz: die Rote Rübe. Er war so nett und hat uns das Rezept aus seinem neuen Kochbuch „Held & Herd – Grenzenlos verwurzelt kochen“ zur Verfügung gestellt und wir freuen uns, wenn ihr gemeinsam mit uns und mit Krauli das Rote-Rüben-Tatar mit Wurzelgemüse Chips ausprobiert:
Diese Jahreszeit ist oftmals als „verregnet“ oder „nebelig“ verschrien. Dabei kann genau das der Punkt sein, den wir so sehr lieben: den Duft des Waldes nach einem Regenguss. Das nasse oder feuchte Moos, Wassertropfen, die von den Ästen heruntertropfen und dazu eine kühle Brise, die durch die Blätter weht. Genau das ist der Geruch der Natur und des Lebens.
Vor allem bei Wochenmärkten und zur Adventzeit sind die Maroni-Stände beliebter denn je. Der Geruch verbreitet sich schnell und die Besucher werden magisch angezogen um ein dreieckiges Sackerl mit den heißen Edelkastanien zu erhaschen. Die mühevolle Schäl-Arbeit lohnt sich aber nach dem ersten Bissen.
Was ich auch noch ganz eng mit dieser Jahreszeit verbinde ist das Basteln von Waldtieren. Nach einem langen Spaziergang durch die Wälder, die Taschen voller Steine, Zäpfen, Moos und Kastanien haben meine Schwester, meine Mama und ich daraus immer Waldtiere oder Fabeltiere gebastelt. Die Heißklebepistole lief auf Hochtouren und wir waren stets sehr stolz auf unsere Kreationen (die zugegebenen Maßen nur wir erkannten).
Fleischliebhaber freuen sich bestimmt auf die Wildwochen. Beinahe jedes Lokal im Salzkammergut bietet zu einer bestimmten Zeit gewisse Spezialitäten von heimischen Wildtieren an. Das beginnt beim Rehgulasch geht hin bis zum Gamsrücken oder einem Hirsch-Tatar. Dieser ganz eigene Geschmack mag nicht jedermanns Sache sein, aber seien Sie versichert: unsere Gastronomen und Küchenchefs wissen schon was Sie tun und Sie werden bestimmt lieben, was Sie serviert bekommen.
Haben wir Sie „wild“ gemacht auf Kürbis, Maronen und den Herbstwald?



