Wo Berge Wellen machen
Wenn ein Traum so groß ist, dass er Jahrzehnte überdauert, dann ist es auch nicht verwunderlich, dass die Ausdauer und die harte Arbeit FÜR eben genau diesen Traum schier grenzenlos sind. Das ist die Geschichte von Max Neuböck – einem Visionär mit Ebenseer Wurzeln.
Dass die Kinder hierzulande gerne Skifahren und mit den Mountainbikes durch die Wälder fetzen scheint klar zu sein. Einfach weil es da ist und weil wir es gewohnt sind. Nicht so bei Max. Er wollte surfen. Schon immer. Nicht nur im Urlaub. Einfach immer auf dem Surfbrett stehen und sich treiben lassen, das war sein Traum.
Bei unserem Besuch geht die Sonne langsam unter, nur noch die Berggipfel rundherum werden zart beleuchtet. Es reicht gerade noch um die eindrucksvolle Welle zu sehen – Europas größte künstliche, stehende Surfwelle mitten in der Traun.
Der Weg bis hin zur heute bekannten „Welle“ war kein einfacher und es hat einige Zeit gedauert, bis diese Idee, diese Vision Wirklichkeit wurde. Aber seit ungefähr fünfeinhalb Jahren steht sie nun da und lockt Gäste aus aller Welt nach Ebensee um das Fluss-Surfen auszuprobieren oder es einfach zu genießen.
Max hat mit zarten 16 Jahren die Ausbildung zum Surflehrer gemacht. Seine Sommerurlaube verbrachte er in den schönsten Ländern wie Canada, USA, Norwegen oder Portugal und er wollte immer genau dorthin, wo sonst niemand surft.
Heute ist sein Lebensmittelpunkt hier im Salzkammergut. Er hat sich einen Traum erfüllt, er kann diesen mit vielen Gleichgesinnten teilen und sie auf ihrem Weg zum Surfer begleiten. Durch Kurse oder Einzelunterricht lernen die Willigen schnell, einige Sekunden auf dem Board zu stehen.
Surfen auf der Welle ist die perfekte Kombination aus komplexer Technik, sportlicher Herausforderung und einer fast meditativen, emotionalen Zeit allein auf dem Wasser. Weniger romantisch war hingegen der Weltrekord, den Max im Flusssurfen aufstellte: der längste ununterbrochene Flusswellenritt hat ihn mit 8 Stunden 5 Minuten und 44 Sekunden direkt ins Guinness Buch der Weltrekorde katapultiert. Die letzten beiden Stunden waren „zach“ was so viel wie anstrengend bedeutet. Vor allem wenn man bedenkt, dass Sabines längster Ritt auf der Welle gerade mal 38 Sekunden gedauert hat. Aber genau so sind die Anfänge beim Surfen. Und jeder, der es schon mal ausprobiert hat, weiß, wovon wir hier sprechen.
Wer jetzt wissen möchte, wie Red Bull hier seine Hände mit ihm Spiel hat, was es an Ausrüstung braucht um bei Max einen aufregenden Tag zu erleben und warum es auch bei 2-3 Grad Wassertemperatur lohnend ist zu surfen, das erzählt Ihnen der Visionär am besten selbst.
